Vor- und Nachteile eines Hochbetts im Kinderzimmer
Etwa im dritten oder vierten Lebensjahr wachsen die Kleinen aus ihren Gitterbettchen heraus, haben eine eigene Meinung und finden nichts schöner als ein Hochbett! Viele Hochbetten sind dementsprechend nicht nur Betten auf hohen Füßen, sondern ganze Abenteuerspielplätze fürs Zimmer. Das Design ist oftmals kreativ und attraktiv, passende weitere Möbelstücke und Accessoires gibt es auch im Angebot.
Die Platzersparnis ist eindeutig der größte Vorteil eines Hochbetts. Der Raum unter dem höher gelegenen Bett lässt sich nutzen für einen weiteren Schlafplatz (als Etagenbett), für einen Schreibtisch, für eine Lese- oder Kuschelecke oder als Stauraum. Dazu muss angemerkt werden, dass es Hochbetten in ganz verschiedenen Höhen gibt. Die oftmals als Spielbetten angepriesenen Hochbetten, deren Lattenrost sich nur ca. 110 cm über dem Boden befindet, sind für kleinere Kinder attraktiv. Der Platz unter dem Bett ist dann natürlich auch geringer, wird oftmals zu Spielhöhlen ausgebaut und mit Vorhängen an den Seiten versehen. Sie brauchen jedoch mindestens 150 cm Platz unter dem Bett, um den Raum richtig nutzen zu können. Bedenken Sie beim Kauf auch die Deckenhöhe des Zimmers, gut sitzen sollte Ihr (wachsendes) Kind im Bett schon können!
Das Design vieler Kinderhochbetten bietet auch Vorteile: Die Deko kann meistens variiert oder ganz entfernt werden, und bei manchen Herstellern kann man die Beine kürzen, um das Hochbett in ein ganz normales Einzelbett umzuwandeln. Nachteile von Hochbetten sind meist auf die Höhe zurückzuführen. So kann ein Erwachsener schwerer mit dem Kind kuscheln oder sich unterhalten. Auch birgt sich in dem Hochbett eine Gefahr für das Kind, das beim Spielen oder beim Ein- und Aussteigen fallen kann. Achten Sie beim Kauf auf ausreichende Querlatten oben. Generell muss man die Persönlichkeit des Kindes bei der Kaufentscheidung einbeziehen – das Kind muss sich auch wohl fühlen dabei, nachts mal hinunterzuklettern. Die Distanz zu den anderen Sachen fällt manchen Kindern schwer – Bücher, Taschentücher oder Kuscheltiere müssen erst mühsam hochgeholt werden. Regale oder Körbe oben am Bett können hier Abhilfe leisten. Und die heißgeliebte Rutsche wird oftmals nach kurzer Euphorie zur harten Stolperfalle mit riesigen Ausmaßen – Platzersparnis ade!
Da die Preisspannen bei Hochbetten enorm sind, gilt es abzuwägen. Beachten Sie, welch große Kräfte auf das Bettgestell einwirken – Kinder hängen sich ans Bett, hüpfen darauf, schaukeln daran. Deswegen ist eine sehr gute Verarbeitung bei einem Hochbett besonders wichtig – umso mehr, je höher das Bett und je länger die geplante Nutzdauer sind. Und das Allerwichtigste zum Schluss: Lassen Sie Ihr Kind beim Kauf mitentscheiden, um eine lange Liebe für die Schlafstätte sicherzustellen!
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